C A R L   S T O L Z

 

 

carl-stolz

 

Wohl herbstliche Waldlandschaft bei Bad Homburg

Öl auf Leinwand; Keilrahmen
u.r. in Dunkelbraun datiert „[19]32“

Leinwandgrösse: 78,5×66,5cm

u.r. in Dunkelbraun signiert „C. Stolz“
nicht betitelt

€ 750,-

 

 

                

 

Zustand
an den Randbereichen leicht berieben; partiell leicht beschmutzt; in den Randbereichen leichte Druckstellen durch hinterlegten Keilrahmen; partiell dezente Retuschen; Leinwand verso leicht fleckig

 

 

Der aus Frankfurt am Main stammende Carl Stolz war insbesondere im hessischen Bad Homburg ansässig und tätig. Seine Motive fand er vornehmlich in der umgebenden Landschaft. Auch bei dem vorliegenden Gemälde von 1932 ist anzunehmen, dass Stolz diese herbstliche Waldansicht in der Gegend um Bad Homburg fand.
Von einer Anhöhe herab blicken wir als Betrachter auf eine kleine Lichtung im Wald. Die Bäume stehen bereits in ihrem Herbstgewand, was dem Ganzen eine warme und ruhige Stimmung verleiht. Nach der kleinen Lichtung folgt eine Erhebung, nach welcher es abermals abfällt. Der Hintergrund ist ausgefüllt mit der nächsten Erhebung, die den ganzen oberen Bildbereich einnimmt, so dass wir vom Himmel nichts sehen. Diese drei Bildebenen von Vordergrund (dem Standpunkt des Malers), mittlerer Bildbereich (Lichtung mit dem ersten Hügel) und Hintergrund (letzte Erhebung) sind von Stolz farblich dezent, aber doch äußerst tiefenwirksam ausgeführt. Das gelbliche Blätterkleid der Bäume im Vordergrund ist leicht pastos getupft aufgetragen, so dass ein Gespür für den vor unseren Füßen liegenden Hang entsteht. Die Lichtung bildet mit ihrem zarten Grün sowohl eine farbliche Auflockerung, als auch den tiefsten Punkt der gesamten Ansicht. Der erste Hügel ist im Gegensatz zu jenem im Hintergrund noch etwas satter und farbkräftiger ausgeführt, wodurch die Entfernung sich verstärkt.
Wunderbar ausgeführte, farbprächtige herbstliche Waldansicht!

 

 

Zu Carl Stolz (1894 Frankfurt a.M. – 1978):
Maler; künstlerische Ausbildung in Weimar; ansässig und tätig in Bad Homburg (spätestens in den 1950er Jahren wohnhaft in der Brendelstraße 6); 1938 Beteiligung an der „Kunstausstellung in Frankfurt am Main, der Stadt des Deutschen Handwerks“ (Städelsches Kunstinstitut); 1939 Beteiligung an der „Großen deutschen Kunstausstellung“ (Haus der deutschen Kunst, München); 1948 Gründungsmitglied und erster Vorsitzender des Künstlerbundes Taunus; 29.10.2011-22.01.2012 vertreten bei der Ausstellung „Das Bild vom Wald“ [Kabinettausstellung zum „Internationalen Jahr der Wälder“] (Museum im Gotischen Haus, Bad Homburg)