A R N O   M A R T I N   L A N T Z S C H – N Ö T Z E L

 

Weitere Werke von Arno Martin Lantzsch-Nötzel

 

Arno Martin Lantzsch-Nötzel: Bayrische Bauersfrau

 

„Bayrische Bauersfrau“

Öl auf Platte, gerahmt [Rahmen ungeöffnet];
u.l. in Hellgrün datiert „1922“

Rahmengrösse: 33x33cm
Bildgrösse: 23,2×23,2cm

u.l. in Hellgrün monogrammiert „MLN“ (in Ligatur), sowie verso o.m. auf Etikett maschinenschriftl. mit Künstlernamen bez.
verso o.m. auf Etikett maschinenschriftl. betitelt: „Bayrische Bauersfrau“; das Werk wird in das durch die Martin-Lantzsch-Nötzel-Stiftung (Köln) betreute Werkverzeichnis aufgenommen

€ 580,-

 

 

              

 

Zustand
Rahmen an wenigen Stellen mit sehr leichten Gebrauchsspuren; Rahmen ungeöffnet

Provenienz
Galerie Steinbach, Krefeld [hierzu verso o.m. Etikett mit maschinenschriftl. Angaben zu Künstler, Titel, Preis]

 

 

Arno Martin Lantzsch-Nötzel begann 1912 seine künstlerische Ausbildung an der Kunstgewerbeschule und der Kunstakademie in Düsseldorf. Unterbrochen durch den Ersten Weltkrieg konnte er seine Studien erst 1919 an der Düsseldorfer Akademie fortsetzen, welche er schließlich 1926 als Meisterschüler von Jan Thorn Prikker und Heinrich Nauen beendete.
Das vorliegende Gemälde ist auf 1922 datiert und entstand damit in etwa der Mitte seines Studiums.
Vor einem dunkelgrünen Hintergrund zeigt sich das seitliche Profil einer Frau. Lantzsch-Nötzel hat die Frau etwas weiter in den linken Bildbereich gerückt, so dass die Fläche im rechten Bereich einen größeren Raum für den dort einfallenden leeren, nachdenklichen Blick freigibt. Die Frau ist eingehüllt in einen dunkelbraunen Umhang, gegen den sich das helle, von einer nicht auszumachenden Lichtquelle beschienene Gesicht signifikant abhebt. Der dichte braune Haaransatz, der sich unter dem Umhang zeigt ließe an eine Frau jungen oder mittleren Alters denken, was jedoch durch die schweren, von der Zeit geprägten Gesichtszüge, sowie die Mimik im Allgemeinen gebrochen wird.
Auf eine wunderbare Weise gelingt es Lantzsch-Nötzel in dieser frühen, kleinformatigen Komposition das Innere, die Gefühlswelt der Dargestellten dem Betrachter eindringlich vor Augen zu führen.

 

 

Zu Arno Martin Lantzsch-Nötzel (03.06.1894 Dresden – 1986 Düsseldorf):
Maler, Zeichner; wächst in Düsseldorf auf; 1912-14 Besuch der Kunstgewerbeschule Düsseldorf und der Kunstakademie Düsseldorf; Kriegsdienst im Ersten Weltkrieg; ab 1919-26 Fortsetzung des Kunststudiums in Düsseldorf; zuletzt Meisterschüler von Jan Thorn Prikker und Heinrich Nauen; Reisen nach Paris, Brüssel, Zürich, Kopenhagen; häufiger hält sich Lantzsch-Nötzel in Amsterdam auf; vornehmlich als Porträtmaler sichert er sich seinen Lebensunterhalt; im Zweiten Weltkrieg als Dolmetscher und Übersetzer in den Niederlanden eingesetzt; (wohl) 1944 wurde durch Bombenangriff sein Atelier in Düsseldorf zerstört und etwa 3000 Werke vernichtet; nach 1945 wohnt er vorerst bei einer Freundin in Bad Liebenzell; ab dieser Zeit wendet er sich vermehrt der Abstraktion zu; 1952 Rückkehr nach Düsseldorf (dort wohnhaft in der Ehrenstr. 10 b); 2004 Gründung der Martin-Lantzsch-Nötzel-Stiftung für die Kunst der 50er Jahre

Literatur / Quellen
Internetseite der „Martin-Lantzsch-Nötzel-Stiftung“ [lantzsch-noetzel.de] HENRIQUES, Marieke: Krimi um einen Künstler. Erstmals sichtet und katalogisiert eine Stiftung sein Gesamtwerk, in: Pforzheimer Zeitung (v. 17.08.2011)
LANTZSCH-NÖTZEL, A. ;Martin (1972): Sign Design Composition; Gather Druck; Düsseldorf