A L O I S   S C H E N K

 

Weitere schwäbische Künstler

 

 

Alois Schenk: Bildnis einer Mutter mit ihrem Sohn (Familie aus Schwäbisch Gmünd)

 

Alois Schenk: Schafstudie aus der Stuttgarter Studienzeit des Künstlers

 

Zu Alois Schenk (04.02.1888 Schwäbisch Gmünd – 24.09.1949 ebd.):
Maler, Kirchenmaler, Graphiker; Sohn des Schreinermeisters Ludwig Schenk; 1903-06 handwerkliche Malerlehre in Stuttgart; während dieser Zeit förderte sein Onkel, Pfarrer Pfister aus Schwäbisch Gmünd, die künstlerischen Fähigkeiten seines Neffen; 1906-11 ermöglichte ihm sein Onkel das Studium an der Kunstakademie Stuttgart (bei Robert Poetzelberger, Christian Landenberger und Adolf Hölzel); während des Studiums intensives Beschäftigen mit kirchlicher Kunst und Erlernen der Freskomalerei; 1914 schuf er Heiligendarstellungen in der Pfarrkirche von Straßdorf (bei Schwäbisch Gmünd); kurz darauf Kriegsdienst; 1919 erhielt er den Auftrag einen Kreuzweg für die Pfarrkirche in Röhlingen bei Ellwangen zu gestalten (Fertigstellung 1922), aber weder die Gemeinde noch der Rottenburger Bischof Paul Kepler waren mit dem expressiv ausgerichteten Ergebnis zufrieden; 1922-23 Studienreisen nach Italien; 1924 Heirat mit Annemarie, geb. Weiß (1898-1930); 1926 Bau des selbstgeplanten Hauses in der Lindenfirststraße 18 in Schwäbisch Gmünd; Februar 1930 plötzlicher Tod der Ehefrau an Nierenversagen; Ende 1930 Reise zusammen mit Karl Stirner ins Heilige Land; ab 1930 erhielt er vermehrt Aufträge zur Ausmalung von Kirchen (u.a. Dalkingen, Eggenrot, Erpfental, Pfalheim, Stimpfach, Unterschneidheim); 1939 zweite Heirat mit Mathilde, geb. Krieg (1899-1993); ein früher Studienkopf befindet sich im Besitz des Museums im Prediger (Schwäbisch Gmünd)

Literatur
BAUMHAUER, Hermann (1993): Kunstszene Ostwürttemberg; Theiss; Stuttgart; S. 24
HAUBER, Hermann (2005): Karl Stirner und Alois Schenk. Im Heiligen Land. Eine Künstlerreise 1930/1931; Betulius Verlag; Stuttgart; S. 11-13
KISSLING, Hermann (1979) (Hrsg.): Kunst im Städtischen Museum Schwäbisch Gmünd; Göppingen: Jungmann; S. 113
„Allgemeines Künstlerlexikon (AKL)“, Onlineversion, Künstler-ID: 00153120