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Adolf Gerhard: (wohl) Orpheus in der Unterwelt

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Adolf Gerhard: Szene eines Stierkampfs

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Adolf Gerhard: ‚Gelbe Canna‘

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Adolf Gerhard: ‚Ingelheimer Auspitze‘

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Adolf Gerhard: ‚Pappeln‘

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Adolf Gerhard: Kronberger Hofs in Mainz

 

Zu Adolf Gerhard (20.10.1910 Mainz – 21.02.1975 ebd.):
Maler, Zeichner, Grafiker, Bildhauer; der Vater Jacob Gerhard war selbst Holzbildhauer und Kunsthändler, bei ihm erhielt er seine erste künstlerische Ausbildung; 1926-32 Studium der Malerei und der Innenarchitektur an der Kunst- und Gewerbeschule Mainz (Abschluss mit Diplom); in dieser Zeit Anschluss an die „Vereinigung Mainzer Künstler“; ab 1932 Mitarbeit im elterlichen Betrieb; aufgrund der anthroposophischen Ausrichtung der Familie wurden seine Werke vermehrt während der Zeit des Nationalsozialimus‘ geächtet; aufgrund einer Sehschwäche vom Wehrdienst zurückgestellt; 1940-1943 Studium an der Städelschule in Frankfurt am Main; 25.07.1942 Heirat mit der Musiklehrerin Anni, geb. Binger; das Ehepaar Gerhard lebte in der Walpodenstraße 35 in Mainz; 1942 Zwangsverpflichtung (Reichsarbeitsdienst) in eine Munitions- und Giftgasfabrik, Studienunterbrechung; kurze Wiederaufnahme der Studien; am 31. März 1943 Einberufung zur Wehrmacht und endgültiger Studienabbruch; Gerhard war in einer Flakstellung in der Nähe von Mainz eingesetzt; 27. Februar 1945 die Wohnung in der Walpodenstrasse 35 und die elterliche Wohnung mit der Kunstwerkstätte werden bei einem Bombenangriff zerstört; von März 1945 bis März 1947 amerikanische Kriegsgefangenschaft (u.a. in Mourmelon); März 1947 Rückkehr nach Mainz, ab da an als freischaffender Künstler tätig; anfangs wohnte das Ehepaar zusammen mit Annis Mutter in einem Zimmer in der Walpodenstraße 14; finanzielle Sorgen bedrängten die Familie; 1956 Umzug in die Kaiserstraße; langsam besserte sich die wirtschaftliche Lage; Studienaufenthalte in fast allen europäischen Ländern; seit 1947 Einzel- und Gruppenausstellungen in zahlreichen Städten des In- und Auslandes, u. a. Mainz, Berlin, München, Brüssel, Florenz, Rom, Paris, Monte Carlo, Santiago de Chile, posthum auch in Salzburg, Ankara, Valencia, Oslo, Leek (GB), New York und Jerusalem; 1970-74 zahlreiche Silber-/Goldmedaillen von Kunstakademien in Rom, Monte Carlo, Biarritz, Borgosesia und Paris. Posthum Ehrenauszeichnungen in Monte Carlo, Lyon, Juan-les-Pins, Paris und Antibes; 1993 Silberehrennadel Europäischer Kulturkreis Berlin; 1982 Benennung einer Straße in Mainz-Bretzenheim nach Adolf Gerhard; 2010 organisierte die Adolf-Gerhard-Stiftung in Kooperation mit dem Kulturdezernat der Landeshauptstadt Mainz zum 100. Geburtstag des Künstlers die Ausstellung „Ein Mainzer Künstler zwischen Tradition, Wandel, Realität und Vision“

Literatur
BORRMANN, Gottfried (1984): Adolf Gerhard 1910-1975. Das Religiöse in seinem Werk; H. Schmidt; Mainz
KOTZUR, Hans-Jürgen (Hrsg.) (1996): Adolf Gerhard 1910-1975 [Begleitbuch zur Ausstellung im Bischöflichen Dom- und Diözesanmuseum Mainz vom 15. März 1996 bis 29. Juni 1996]; Hermann Schmidt; Mainz
SPANNER, Werner (1973): Vorwort, in: Adolf Gerhard. Maler Bildhauer [Artis Documenta]; Editions Christian Hals; Monte-Carlo; unpag.