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Brief von Eva von der Osten an Otto Röse

 

Brief von Eva von der Osten an Otto Röse

Handschriftlicher Brief auf kariertem Papier mit Stempel des „Riegner´s Hotel / Breslau / Königsstrasse 4 […]“, mittig zweifach (vertikal & horizontal) gefaltet

nicht datiert, um 1910

Seitengrösse: 22,2x28cm

am Ende des Schreibens in schwarzer Tinte in einem Zug signiert „Eva von der Osten“

€ 90,-

 

 

 

       

 

Zustand
Blatt mittig zweifach (vertikal & horizontal) gefaltet; o.r. und u.r. fleckig; in Blattmitte Papierverlust; am oberen Rand Abrissspuren; leichte Druckstellen im Blatt

 

 

Text des Briefes
„Sehr geehrter Herr Röse!
Leider ist mir nicht so gut und frisch daß ich heute früh mit Ihnen gehen kann, seien Sie nicht böse wir sehen uns hoffentlich heute Abend!
Herzl. Grüße Ihrer lieben Familie und Ihnen Ihre Eva von der Osten“

 

 

Zu Eva von der Osten (19.08.1881 Helgoland – 05.05.1936 Kurort Hartha (Tharandt)):
Sängerin (Sopran); Tochter der Schauspieler Emil von der Osten (1847–1905) und Rosa von der Osten-Hildebrandt (1850–1911); Studium bei Augustus Iffert und Marie Sohle in Dresden; 1902 debütierte sie an der Dresdner Hofoper (in Richard Strauss „Rosenkavalier“) und blieb dort bis zum Ende ihrer Laufbahn 1933 tätig; Publikumsliebling in Dresden; 1923-24 war sie Teil der „German Opera Company“, die unter der Leitung Leo Blechs durch Nordamerika reiste; ihre Schwester Vally van Osten (1882-1923) war ebenso Sängerin; Eva von der Osten war verheiratet mit Friedrich Plaschke (1875-1952)

 

 

Zu Otto Röse (29.05.1853 Schnepfenthal (Thüringen) – 08.08.1925 Breslau):
Verleger, Redakteur; Sohn des Naturforschers August Röse und dessen Ehefrau Berta, geb. Salzmann; sein Urgroßvater war der Pädagoge Christian Gotthif Salzmann (1744-1811); in der von diesem gestifteten Anstalt („Philantropin Schnepfenthal“) in Gotha erhielt Röse seine erste schulische Erziehung; Besuch des humanistischen Gymnasiums in Coburg; Studium an der Berliner Bauakademie und dem Polytechnikum in München; 1877-78 arbeitete er an Bauten für die Pariser Weltausstellung; während dieser Zeit erhielt er die Anfrage fünfzehn Feuilleton-Artikel über die Weltausstellung für die Weser-Zeitung zu schreiben, was die erste journalistische Tätigkeit Röses war; 1882 Mitarbeiter der „Schlesischen Zeitung“; 1899 Hauptschriftleiter der „Schlesischen Zeitung“; 1909-14 Oberleitung der Redaktionen des Scherlschen Hauses in Berlin; 1914-15 begleitete er Fürst Bülow nach Rom; ab Juli 1915 in der deutschen Gesandtschaft in Bern tätig; 1919 Mitinhaber des Bergstadtverlags Wilhelm Gottlieb Korn in Breslau

Literatur
JAHN, Bruno (Bearb.) (2005): Die deutschsprachige Presse: Ein biographisch-bibliographisches Handbuch [Bd. 2]; K.G. Saur; München; S. 879
VIERHAUS, Rudolf (Hrsg.) (2007): Deutsche Biographische Enzyklopädie (DBE) [Bd. 8, Poethen – Schlüter]; De Gruyter – Saur; S. 488