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Brief der Berliner Reichskanzlei an Otto Röse

 

Brief der Berliner Reichskanzlei an Otto Röse

handschriftlicher Briefbogen auf sandfarbenem Briefpapier der Reichskanzlei (o.m. Reichsadler als Trockenstempel); mittig horizontal gefaltet

o.r. handschriftl. datiert und im Druck lokalisiert „Berlin W. 8, Wilhelmstraße 77, / den 20ten Februar 1907 […]“

Seitengrösse: 21×26,5cm

auf der zweiten Seite, am Ende des Schreibens in dunkler Tinte ungedeutet signiert

€ 140,-

 

 

 

         

 

Zustand
Briefbogen mittig horizontal gefaltet; Randbereiche und Faltspuren etwas fleckig/nachgedunkelt; leichte Druckstellen

 

 

Text des Briefes
„Sehr verehrter Herr Röse,
der Herr Reichskanzler läßt Ihnen für Ihre Mitteilungen vom 18.d.M. und die freundliche Bereitwilligkeit, mit der Sie seine Polenpolitik unterstützen wollen, verbindlichst danken. Er möchte aber anheimstellen, zunächst noch abzuwarten, welche Wirkung die bisherigen Schritte der Regierung auf die Klärung der Frage in den Fraktionen haben werden.
Indem ich bitte, diesen Brief vertraulich behandeln zu wollen, bin ich in ausgezeichneter Verehrung und Hochachtung
Ihr sehr ergebener [Unterschrift]“

 

 

Zu Otto Röse (29.05.1853 Schnepfenthal (Thüringen) – 08.08.1925 Breslau):
Verleger, Redakteur; Sohn des Naturforschers August Röse und dessen Ehefrau Berta, geb. Salzmann; sein Urgroßvater war der Pädagoge Christian Gotthif Salzmann (1744-1811); in der von diesem gestifteten Anstalt („Philantropin Schnepfenthal“) in Gotha erhielt Röse seine erste schulische Erziehung; Besuch des humanistischen Gymnasiums in Coburg; Studium an der Berliner Bauakademie und dem Polytechnikum in München; 1877-78 arbeitete er an Bauten für die Pariser Weltausstellung; während dieser Zeit erhielt er die Anfrage fünfzehn Feuilleton-Artikel über die Weltausstellung für die Weser-Zeitung zu schreiben, was die erste journalistische Tätigkeit Röses war; 1882 Mitarbeiter der „Schlesischen Zeitung“; 1899 Hauptschriftleiter der „Schlesischen Zeitung“; 1909-14 Oberleitung der Redaktionen des Scherlschen Hauses in Berlin; 1914-15 begleitete er Fürst Bülow nach Rom; ab Juli 1915 in der deutschen Gesandtschaft in Bern tätig; 1919 Mitinhaber des Bergstadtverlags Wilhelm Gottlieb Korn in Breslau

Literatur
JAHN, Bruno (Bearb.) (2005): Die deutschsprachige Presse: Ein biographisch-bibliographisches Handbuch [Bd. 2]; K.G. Saur; München; S. 879
VIERHAUS, Rudolf (Hrsg.) (2007): Deutsche Biographische Enzyklopädie (DBE) [Bd. 8, Poethen – Schlüter]; De Gruyter – Saur; S. 488